Grasgeflüster: Ehrgeiz verbindet

07. August 2026 | von und mit Roksana Leonetti

Vier Golfer, 18 Löcher und jede Menge Ehrgeiz: Warum am Ende doch das Miteinander wichtiger war als der Sieg.

Golfgruppe beim Turnier – 01grasgeflster11ehrgeizverbindet: Vier lachende Menschen auf dem Golfplatz, Teamgeist und Ehrgeiz verbinden sie. Ein Flight, der gekämpft, gelacht und gemeinsam über fünf Stunden den Platz erobert hat. Hinter mir Kathrin, Stefan und Tim. Foto: Roksana Leonetti

Clubhouse Tour 2026 im Golfpark Hainhaus. Fünf Turniere, heute ist mein drittes. In meinem Flight begrüßen mich Kathrin, Stefan und Tim. Die Sirene ertönt. 18 Loch liegen vor uns. „Schönes Spiel.“

Am ersten Abschlag prüfen wir den Himmel. Leichter Wind, angenehme Temperaturen. „Besser als 35 Grad“, sagt Tim. Stefan antwortet trocken: „Schade, dann können wir uns gar nicht beschweren.“

Heute geht es zwar nicht ums Handicap, aber gewinnen möchte trotzdem jeder. Schließlich warten eine hochwertige Golfbag und ein Elektrotrolley von Leisure Golf sowie eine Golfreise von Consul Weltreisen auf die Sieger. Der Ehrgeiz ist sofort zu spüren.

Tim kennt den Platz wie seine Westentasche. „Was bringt mir der Heimvorteil, wenn ich heute nicht gut spiele?“, sagt er. Stefan spielt dafür groß auf und locht bereits an Bahn zwei einen Eagle ein. Kathrin sucht die Ruhe. Ich suche vor allem den Ball.

Gefühlt treffen wir heute alles – nur nicht immer das Fairway. Bäume, Büsche und Rough bekommen reichlich Besuch. Bei Stefans Schlägen schauen wir vorsichtshalber alle mit, weil nie ganz klar ist, wo sein Ball landet. Tim bekommt von mir einen Zähler, damit die Schläge nicht verloren gehen.

An einem Par 3 lockt eine Reise für ein Hole in One. Manche stärken sich vorher am Weinstand. Geschadet hat es niemandem. „Manchmal muss das Elend unterbrochen werden“, sagt Tim. Das nächste Loch spielt er Par.

Später suchen wir wieder einen Ball. „Habt ihr meinen gesehen?“, fragt Stefan, während wir eigentlich Tims Ball suchen. Kathrin lacht: „Mit Stefan wird's nie langweilig.“

Nach jedem Loch gleichen wir unsere Schläge ab. Nicht aus Misstrauen, sondern weil nach fünf Stunden Golf die Erinnerung manchmal genauso verschwindet wie ein Ball im Gebüsch.

Zwischen Currywurst, Gemüse-Scampi-Pfanne und jeder Menge Ehrgeiz bleibt am Ende vor allem eines: Vier Menschen, die gemeinsam gekämpft, gelacht und einen richtig guten Flight erlebt haben.

Und ganz nebenbei hat sich der Einsatz sogar ausgezahlt: In meiner Handicap-Klasse habe ich den dritten Platz belegt und durfte mich über ein neues Golfbag freuen. Ein schöner Abschluss für einen Tag, an dem das Miteinander mindestens genauso wichtig war wie das Ergebnis.

Schönes Spiel Kathrin, Stefan und Tim.