Das Elternhaus an der MHH – ein Ort zum Durchatmen
30. März 2026 | von Nele SchubertWenn ein Kind an Krebs erkrankt, verändert das alles. Ein Elternhaus schafft einen Ort der Nähe und des Zusammenhaltes für die Familien.
Foto: Nele Schubert
Inhaltsverzeichnis
Eine Kinderonkologie ist ein Ort, der verschiedenste Gefühle vereint. Leid, Trauer und Angst wechseln sich ab mit Hoffnung, die die Familien der kleinen Patienten empfinden. Kaum etwas ist in einer solchen Situation so wichtig wie Zusammenhalt. Sowohl innerhalb der Familie, aber auch außerhalb das Gefühl zu haben, mit der Belastung nicht allein zu sein, bedeutet oft viel.
Verein für krebskranke Kinder Hannover e. V.: Engagement seit 1984

Der Verein für krebskranke Kinder Hannover e. V. arbeitet bereits seit 1984 mit der Kinderkrebsstation der Medizinischen Hochschule zusammen. Neben der Unterstützung im Bereich Ausstattung und Forschung hat auch die Hilfe für erkrankte Kinder und ihre Familien einen hohen Stellenwert.
Von der Idee zum Spatenstich
Aus diesem langjährigen Engagement heraus entstand schließlich die Idee eines eigenen Elternhauses für die Kinderonkologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Ermöglicht wird das Projekt vollständig durch Spenden und steht damit in besonderem Maße für Mitgefühl und Zusammenhalt.
In umfangreicher Planung durch die erste Vorsitzende des Vereins, Anke Mayer, gemeinsam mit dem Architekten Wolfgang Riedel, wuchs eine konkrete Vision. Am 20. März 2026 war es schließlich so weit: Auf dem Gelände der MHH fand der Spatenstich statt, der den offiziellen Bau des Elternhauses einleitete. Für die Kinderonkologie in Hannover ist das ein Meilenstein.

Ein Zuhause für 20 Familien
Auf einer Fläche von ca. 2.600 Quadratmetern soll in den nächsten 1,5 Jahren ein Haus über drei Etagen entstehen, was 20 Familien einen Platz schenken wird. Nur wenige Minuten vom Krankenhaus entfernt soll das Haus einen sicheren Rückzugsort für die Familien darstellen. Sie bekommen die Chance auf Entspannung, aber auch auf Austausch und gegenseitige Unterstützung mit anderen Angehörigen.
Für die Familien entsteht hier ein Ort, der weit mehr ist als nur eine Unterkunft: Es ist ein Zuhause auf Zeit, das Eltern, Großeltern und Geschwistern von krebskranken Kindern ermöglicht, während der Behandlung in unmittelbarer Nähe zu bleiben. Es ist eine Chance, vor Ort zu sein, Präsenz zu zeigen und sich gegenseitig Halt zu geben, um diese herausfordernde Zeit gemeinsam zu meistern.



