DESiMOs Lieblingsplätze
15. Juli 2026 | von Frauke HansenVor dem Kleinen Fest im Großen Garten hat Intendant Desimo nobilis seine Lieblingsorte gezeigt.
Foto: Frank Wilde
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Besser könnte ein Spaziergang durch die Stadt nicht starten: Bei strahlendem Sonnenschein, umgeben von gut gelaunten Menschen, treffen wir uns auf der Lister Meile mit Desimo. Der Hannoveraner Moderator, Entertainer und Zauberer ist der neue Künstlerische Leiter des Kleinen Fest im Großen Garten und tritt damit ein herausforderndes Erbe an. „Unser Motto ist: „Schön hier“. Wenn die Leute das während des Festes sagen, dann haben wir erreicht, was wir wollen,“ erzählt Desimo.
Dass auch seine Heimatstadt für ihn wunderschön ist, merkt man Desimo mit jedem Satz an: „Es ist großartig, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren und Menschen und Orte zu erleben. Einfach raus zu gehen – das erdet und entspannt mich sehr“.
Obst und Gemüse in der List

Wir starten unsere Tour mit Desimo in der List. Hier wohnt der Künstler schon lange und fühlt sich pudelwohl. Die lebendige Lister Meile ist einer seiner Lieblingsorte in Hannover. Frische Lebensmittel sucht er sich gerne bei „Früchte Meile“ aus: „Ich liebe es, bei schönstem sonnigem Wetter über die Lister Meile zu gehen, hier anzuhalten, frisches Obst und Gemüse zu kaufen und dann zu kochen. Das genieße ich sehr.“
Auch die Wochenmärkte in der Nähe – jeden Donnerstag auf der Lister Meile und am Samstag auf dem Moltkeplatz – steuert Desimo gerne an.
Schinken in der Markthalle
In der Innenstadt ist es die Vielfalt der Markthalle, die Desimo begeistert. Welchen Stand er am liebsten mag, fragen wir, und die Antwort kommt prompt: „Das Schinken-Kontor. Tatsächlich finde ich diesen Ort ganz erstaunlich. Mhm. Diese vielen Sorten, die sie haben!“, schwärmt er.
Kunst im Apollo Kino

Weiter geht’s in Linden. Das Apollo Kino ist Desimos künstlerisches Wohnzimmer. Seit 100 Jahren zieht es mit seiner kuscheligen Atmosphäre Besucher an, das Filmprogramm wird immer wieder bundesweit ausgezeichnet. Besonders wichtig ist es für Desimo wegen des Spezialclubs: „Wir spielen Mixshows, die immer wieder überraschen, Gastspiele mit Comedy, Kabarett und Musik. Ich genieße die Atmosphäre, genau wie das Publikum, das diesen Ort seit 23 Jahren nach wie vor sehr mag. Für mich ist das Apollo immer noch ein Zuhause.“
Pasta „Bei Jacqueline“

Seinen Lieblingsplatz hinten links am langen Holztisch sucht Desimo seit Jahren auf: „Bei Jacqueline“ in der Limmerstraße ist für den Hannoveraner „Kult“ und war, „als es das Internet noch nicht gab, quasi DIE Informationsquelle für Linden“. Heute ist der kleine Laden in Linden Mittagsessen-Lokalität für den Spezialclub. „Wir brauchen eigentlich gar nichts zu bestellen und sagen nur „wie immer“. Und dann gibt es Spaghetti Mare“, sagt Desimo. „Pikante, mit ein bisschen Extra-Rucola.“
Brot bei „Linden backt!“
Aus den offenen Türen der Bäckerei „Linden backt!“ der Brotgenossenschaft auf der Limmerstraße duftet es an diesem Frühsommertag herrlich nach Frischgebackenem – ein Duft, dem Desimo nicht widerstehen kann. Oftmals dreht er eine Extrarunde, wenn er in der Nähe ist, nur um sein Lieblingsgebäck zu erstehen: „Das Vollkornbrod “Mampfred”! So frisch, so saftig, ein Traum!“ Auch den Gastkünstlern in seinem Spezialclub serviert er oft genau dieses Brot – mit großem Erfolg. „Jeder wollte wissen, woher dieses gute Brot kommt.“
Bücher aus Paris
„In der List gibt es den wunderbaren Buchladen Leuenhagen & Paris – ein großartiges Traditionsgeschäft“, schwärmt Desimo. „Wir haben auch schon gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine gestellt: eine Tournee mit dem herrlichen Namen „Peine, Pattensen, Paris“ – mit Stationen in Peine, Pattensen und eben „Leuenhagen & Paris““.
Kleine und große Feste im Großen Garten

Selbstredend, dass Desimo in den letzten Monaten viel Zeit im Großen Garten verbracht hat. Dabei war das Kleine Fest und besonders die Herrenhäuser Gärten schon immer einer der Gründe für ihn, die Stadt zu lieben: „Hannover ist die bescheidenste Stadt, die es gibt – alle sagen immer: Ja, es ist halt Hannover. Aber wir müssen einfach mal sehen, was wir hier haben. Dieses Festival zum Beispiel – über hundert Künstler, eine lange Spielzeit – das ist ganz groß! Das ganze Gartenensemble ist etwas, was es sonst nirgends gibt.“ Und er fügt hinzu: „Das Grün dieser Stadt ist besonders, die kurzen Wege – physisch, aber auch menschlich. Und Hannoveraner sind ein treues Publikum: Im ersten Moment vorsichtig, aber wenn es etwas entdeckt hat, ist es dabei. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Grundgefühl beim Kleinen Fest weiterhin beleben können.“


