Beratung neu gedacht: Boutique-Flair für komplexe Fälle
22. Juni 2026 | von Frauke HansenAnzeige | In den neu gestalteten Räumen von BRANDI Rechtsanwälte verschwimmen die Grenzen zwischen Kanzlei und Boutiquehotel.
Foto: Henning Scheffen
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Wer die Räume der Kanzlei BRANDI Rechtsanwälte in der Adenauerallee in Hannovers Zooviertel betritt, hält für einen Moment inne. Nicht, weil er sich orientieren muss – sondern, weil sich etwas ungewohnt vertraut anfühlt. Es ist diese leise, aber willkommene Irritation: Bin ich hier richtig? Oder gerade in der Lobby eines Boutiquehotels gelandet? Warm, ruhig und geborgen wirkt der Eingangsbereich der Kanzlei.
Genau dieses Gefühl war gewollt. Anand Steinhoff hat die neuen Kanzleiräume nicht als klassischen Arbeitsort gedacht, sondern als Erlebnis. Als einen Ort, der empfängt, statt abzuschrecken. Der Nähe schafft, wo sonst Distanz herrschen könnte.

Ruhig, offen und päsent
Der Weg dorthin begann lange vor dem ersten Möbelstück. Steinhoff hörte zu, fragte nach, tastete sich an das heran, was die neuen Räume leisten sollen. Funktion ist das eine. Atmosphäre das andere. Erst wenn beides zusammenkommt, entsteht das, was er sucht: ein Gefühl.
Und genau das entfaltet sich hier. Helle Materialien, viel Holz, weiche Texturen, warmes Licht. Nichts ist laut, nichts drängt sich auf – und doch ist alles präsent. Der große Eingangsbereich wirkt nicht wie ein Empfang, sondern wie eine Lounge. Statt steifer Stühle gruppieren sich Sitzbereiche, die zum Verweilen einladen. Gespräche finden nicht nur in geschlossenen Räumen statt, sondern ganz selbstverständlich auch im Offenen, auf Sofas, in Nischen, fast beiläufig. „Wir wollten eine ganz besondere Atmosphäre – nicht zu wohnzimmerhaft, aber zum Wohlfühlen“, fasst Dr. Sven Hasenstab von BRANDI Rechtsanwälte das Konzept zusammen.
Ein Besprechungsraum für bis zu 80 Menschen, eine Mitarbeiter-Lounge, die auch als After-Work-Location funktioniert und ein Außenbereich zum Entspannen: das Boutiquehotel-Gefühl zieht sich durch die komplette Kanzlei, die Ende 2025 bezogen wurde.

Accessoires, Licht und Kunst
Anand Steinhoffs Designvisionen basieren auf drei Elementen: gezielt eingesetzte Accessoires, Licht-Installationen und dazu passende Kunst. Auch bei BRANDI greifen sie ineinander. Jeder Besprechungsraum hat seine eigene Handschrift, seine eigene Stimmung. Die Kunst – alle Werke stammen aus dem Privatbesitz der Anwälte – ist nicht Dekoration, sondern Teil des Ganzen. Das Licht der Botchi-Leuchten lenkt, zoniert, schafft Tiefe. Und die Accessoires aus der Anand Steinhoff Kollektion setzen ausgewählte Akzente.
Es ist ein Konzept, das sich bewusst gegen die gewohnte Ästhetik von Kanzleien stellt. Keine kühle Sachlichkeit, kein nüchternes Funktionieren. Stattdessen eine Umgebung, die sagt: Du darfst dich hier wohlfühlen. Leichtigkeit wird zugelassen, Raum für Gespräche geöffnet. So entfaltet sich ein Gefühl, dass man sonst eher aus kleinen, sorgfältig gestalteten Hotels kennt.
Die Kanzlei reiht sich damit in eine Serie von Steinhoff-Projekten ein, die zeigen, wie sehr sich Arbeitswelten verändern. Büros werden zu Orten der Begegnung, der Identität, der neuen Art der Beratung. Und im Fall von BRANDI Rechtsanwälte eben auch zu einem Ort, an dem man kurz vergisst, warum man eigentlich gekommen ist.



