Pixel of Rock
26. März 2026Die Scorpions auf einem 100 Quadratmeter Fotomosaik im Peppermint Pavillon
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1.000 unveröffentlichte Fotografien der Scorpions. Aufgenommen von Marc Theis. Vervielfältigt von Fotokünstler Tobias Schreiber auf 158.000 Bildern auf 100 Quadratmetern. Das ist „Pixel of Rock“. Das größte Fotomosaik der Welt wird bis zum 31. Mai 2026 in den Peppermintpark Studios ausgestellt. „Ich habe einen Super-Computer aus den USA gebraucht, um die Datenmenge all dieser Bilder auf die Größe von 38 GB errechnen zu können. Am Ende war das Bild sogar zu groß für die Druckerei. So etwas hatten sie noch nie bekommen“, so Schreiber, der das komplette Mosaik händisch bearbeitet hat. „So genau, wie wir es haben wollten, kann das die KI gar nicht.“
Seit 2002 ist Marc Theis immer wieder bei Konzerten der Scorpions mit dabei. In Kairo, bei ihrem Konzert vor den Pyramiden, genauso wie bei ihren Auftritten in Las Vegas oder beim Sweden Rock Festival. Alle Fotografien wurden live und analog aufgenommen. „Im Gegensatz zu anderen Pressefotografen wurden viele meiner Fotografien noch nicht veröffentlicht. All diese unveröffentlichten Bilder sind jetzt in das 100 Quadratmeter große Pixel of Rock geflossen. Und können von Sammlern sogar gekauft werden.“
Bilder für einen guten Zweck
Schallplattengroße Teile (30cm x 30cm) des größten Fotomosaikes der Welt können online auf der Webseite www.pixel-of-rock.de gekauft werden. Alle werden nach dem Ausstellungsende am 31.05.26 akribisch aus dem Gesamtwerk gelöst, signiert, limitiert und verschickt. 30 Prozent des Erlöses geht dabei an Kinderherz Hannover e. V..
„Dieses Werk, das Anwärter auf einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde ist, ist ein Gesamtkunstwerk von Wolfgang Sick, Tobias und mir“, so Theis. „Wolfgang hat gesagt, wir müssen etwas richtig Großes machen. Und das ist dabei herausgekommen.“ Das finale Motiv der 158.000 Einzelbilder ergibt eine Fotografie, die Marc Theis bei dem Stadion-Konzert 2025 der Scorpions im Sommer in der Heinz von Heiden Arena aufgenommen hat. Zur Pressekonferenz und Eröffnung der Ausstellung ließ es sich die Band nicht nehmen, persönlich anzureisen. Klaus Meine, Rudolf Schenker und Mathias Jabs waren somit die ersten, die sich das Exponat in den Räumlichkeiten, in denen sie auch ihr letztes Album „Rockbeliever“ aufnahmen, anschauten.

Die Chemie stimmt einfach
„Die Chemie zwischen Marc Theis und uns stimmt einfach. Wie auch die Chemie bei uns in der Band stimmen muss. Wenn du Fotos zusammen machst, kann das ein sehr intimer Moment sein, wo man sich öffnen muss und entspannt und locker da reingehen muss und mit Marc war das immer super. Über die Jahre sind wir eben Freunde geworden und sind wir begeistert, das heute so ein außergewöhnliches Objekt hier im Raum steht und die Fans das genießen können.“ Neben der Presse wurden auch Wegbegleiter wie Fotograf Heinrich Hecht, Hanns Werner Staude, Holger Zerbe oder Klaus Ritgen geladen, die das Werk genauso bestaunten wie Schenkers Freundin Tatyana Sazonova und Sohn Richie, der sichtlich stolz auf seinen Vater war und das auch während des Interviews mit Radio 21 bekundete.
Schenker fand auch treffende Worte für die jahrelange Zusammenarbeit mit Marc Theis. „Ein Foto muss Spannung haben und interessant sein. Es ist ein bisschen wie laufen über ein Drahtseil. Dann entsteht auch ein Foto mit Wertigkeit, das viel aussagt.“ Marc Theis selbst bekannte sich dazu, pro Konzert gar nicht so viele Aufnahmen zu machen. „Ich schieße vielleicht zehn oder 20 Aufnahmen pro Konzert. Es geht nicht um die Menge, sondern darum, die richtigen Momente einzufangen. Und das gilt auch für Konzerte. Ich bin nicht der Fotojäger. So etwas hat mich noch nie interessiert. Es geht darum, die guten Bilder zu machen. Mit der Aufmerksamkeit, das in dem Moment jeder weiß, das ein Foto gemacht wird. Ich bin nicht auf das Sensationsfoto aus, das ist nicht meine Art als Mensch. Und ich pflege da mehr das gemeinsame Erschaffen der besonderen Bilder.“
Hannover ist Heimat
Warum die Band immer wieder nach Hannover zurückkehrt? „Weil wir hier wohnen. Und das gerne. Es fühlt sich gut an, nach all den langen Reisen um die ganze Welt – wir haben ja in über 80 Ländern gespielt – wieder nach Hause zu kommen. Die Familie und die Freunde zu sehen. Man ist dadurch geerdet. Und kann dann mit frischer Kraft wieder durchstarten“, so Jabs. Diese Kraft braucht die Band auch. Mitte April geht es auf Tour durch Indien und im Sommer quer durch Europa bis sie im September wieder ihre Residency in Las Vegas spielen. Weitere Pixel of Rock in der bemerkenswerten Laufbahn der Scorpions.


