Schwedens Feuerwerk verzaubert Herrenhausen

23. September 2026 | von Roksana Leonetti

Schweden gewinnt den Feuerwerkswettbewerb 2026 in Hannover. Rund 47.000 Gäste erlebten fünf spektakuläre Abende in Herrenhausen.

Schweden gewinnt den IFW 2026 – Preisverleihung mit Feuerwerk, Siegerteam und Urkunde, Foto von Jens Meyer v.l.: André Lawiszus (Geschäftsführer HVG), Martin Hildebrandt (Teamchef Schweden) und Belit Onay (Oberbürgermeister LHH), Foto: Jens Meyer

Mit einer Reise durch das Universum gewinnt das schwedische Team Göteborgs FyrverkeriFabrik den Internationalen Feuerwerkswettbewerb 2026 in Hannover. Rund 47.000 Menschen erlebten die fünf Abende in den Herrenhäuser Gärten. Und für 2027 steht bereits ein ganz besonderes Motto fest.

Ein Himmel voller Planeten, Sonnen und Sternenbilder, dazu monumentale Orchestermusik: Beim Finale des 34. Internationalen Feuerwerkswettbewerbs verwandelte sich der Große Garten in Herrenhausen noch einmal in eine große Bühne. Am Ende überzeugte das schwedische Team Göteborgs FyrverkeriFabrik (GFF) die Jury mit seiner Show „Sky High“ und holte sich den Sieg – bereits zum sechsten Mal. 

Damit verbindet das Team eine besondere Geschichte mit Hannover. Gründer und künstlerischer Kopf Martin Hildeberg war in diesem Jahr zum achten Mal beim Wettbewerb dabei. Sechsmal ging er als Sieger nach Hause.

Eine Reise durch das Universum

„Sky High“ nahm das Publikum mit weit hinaus ins All. Planeten und Sternenbilder erschienen über den Herrenhäuser Gärten, Satelliten, Ballons und Astronauten wurden Teil der Inszenierung. Musik und Feuerwerk verbanden sich zu einer Reise durch das Universum. 

„Die Schweden haben Garten, Musik und Effekte perfekt miteinander agieren und zu einer Einheit verschmelzen lassen“, sagt Juryvorstand Robert Merkel. Am Ende seien es nur Nuancen gewesen, die den Unterschied zwischen den fünf Teams ausmachten. 

Platz zwei ging an Suomen Pyrotekniikka aus Finnland. Mit „Arctic Colors of Lapland“ brachte das Team die Farben des hohen Nordens nach Hannover: Herbstlandschaften, Nordlichter und glitzernde Winterwelten bestimmten die Show.

Den dritten Platz belegte Pyroteknikk AS aus Norwegen. „Between Shadow and Light“ spielte mit Gegensätzen und führte mit norwegischer Musik und Pyrotechnik von dunklen, intensiven Momenten zu hellen Bildern. 

Nordlichter über Hannover

Über der gesamten Saison stand das Motto „Dance of Northern Lights“. Fünf Teams präsentierten an fünf Abenden ihre ganz eigene Interpretation des Nordens und seiner Polarlichter.

Knapp 47.000 Besucherinnen und Besucher kamen über die Saison hinweg in die Herrenhäuser Gärten. Damit bleibt der Internationale Feuerwerkswettbewerb eines der großen Sommerereignisse in Hannover. 

Und während der letzte Funken der Saison 2026 gerade erst verglüht ist, steht bereits fest, wie es im kommenden Jahr weitergeht.

2027 gehört der Himmel den Frauen

Der 35. Internationale Feuerwerkswettbewerb bekommt ein neues Motto: „Her Time To Shine – Women light the sky“. An fünf Abenden zwischen Mai und September 2027 treten ausschließlich Teams mit weiblichen Pyrotechnikerinnen an. Im Mittelpunkt stehen damit Frauen aus der internationalen Feuerwerkskunst und ihre unterschiedlichen Handschriften. 

Auch musikalisch setzt sich das Thema fort. Das Pflichtstück „Emma“ stammt von der britischen Komponistin Rachel Portman, die 1997 als erste Frau den Oscar für die beste Filmmusik erhielt. Eingespielt wird das Stück vom Münchner Rundfunkorchester. 

Den Auftakt macht am 22. Mai 2027 das ungarische Team NUVU. Es folgen Spanien am 12. Juni, die Ukraine am 14. August, Frankreich am 4. September und Japan beim Finale am 11. September.