Raclette und Fondue: Die besten Tipps für einen genussvollen Abend

28. Oktober 2026 | von Roksana Leonetti

Raclette und Fondue bringen Genuss und Geselligkeit an den Tisch. Mit guten Zutaten und etwas Vorbereitung wird der Abend zum Genuss.

Raclette-Zutaten und Raclette-Grill auf einem festlich gedeckten Tisch, Foto von congerdesign Foto: congerdesign/Pixabay

Wenn draußen die Temperaturen sinken und die Abende länger werden, rückt das gemeinsame Essen wieder in den Mittelpunkt. Raclette und Fondue sind dafür wie gemacht: Statt allein in der Küche zu stehen, sitzen alle zusammen am Tisch, kombinieren ihre Lieblingszutaten und lassen sich Zeit. Das Essen wird zum Erlebnis und der Abend darf gerne etwas länger dauern.

Raclette: kleine Pfännchen, große Vielfalt

Der Klassiker für gesellige Abende ist das Raclette. Sein großer Vorteil: Jeder stellt sich sein Essen nach dem eigenen Geschmack zusammen. Herzstück ist natürlich der Raclettekäse. Der würzige, gut schmelzende Käse harmoniert besonders gut mit kleinen Kartoffeln, Cornichons und Silberzwiebeln.

Doch beim modernen Raclette darf experimentiert werden. Champignons, Paprika, Zucchini, Mais, Brokkoli oder Tomaten sorgen für Abwechslung. Dazu passen Rindfleisch, Hähnchen oder Garnelen ebenso wie vegetarische Alternativen. Wer es mediterran mag, kombiniert beispielsweise Ziegenkäse mit Feigen, Birne mit Gorgonzola oder Tomaten mit Mozzarella und Pesto.

Unser Tipp: Lieber eine überschaubare Auswahl hochwertiger Raclette-Zutaten anbieten als einen Tisch mit zu vielen Schälchen überladen. Fünf bis sieben Gemüsesorten, zwei bis drei Proteinvarianten, Kartoffeln, Käse und einige besondere Extras reichen meist völlig aus.

Was gehört zu einem guten Raclette?

Neben den klassischen Zutaten machen vor allem Dips und Saucen den Unterschied. Kräuterquark, Knoblauchdip, Aioli oder eine pikante Chilisauce lassen sich gut vorbereiten. Frisches Baguette und ein knackiger Salat bringen Leichtigkeit auf den Tisch.

Auch beim Raclette lohnt sich ein süßer Abschluss. Kleine Stücke von Banane, Apfel, Birne oder Ananas können im Pfännchen mit Schokolade überbacken werden. Dazu passen Nüsse, Kokosraspeln oder ein Klecks Mascarpone.

Fondue: ein Topf für alle

Noch kommunikativer wird es beim Fondue. Die klassische Variante mit geschmolzenem Käse stammt aus der Schweiz und ist wunderbar unkompliziert: Brot auf die Fonduegabel stecken, eintauchen und genießen. Für ein aromatisches Käsefondue eignen sich beispielsweise Gruyère und Vacherin oder Emmentaler. Weißwein, Knoblauch und etwas Stärke sorgen für Geschmack und die richtige Konsistenz.

Beim Fleischfondue garen kleine Fleischstücke direkt am Tisch. Traditionell in heißem Öl oder alternativ in kräftiger Brühe. Die Brühenvariante ist leichter und lässt sich hervorragend mit Gemüse, Pilzen oder asiatischen Aromen ergänzen.

Auch hier gilt: Gute Vorbereitung macht den Abend entspannter. Fleisch und Gemüse bereits schneiden, Saucen vorbereiten und alles in kleinen Schalen anrichten. So muss später niemand ständig zwischen Esstisch und Küche wechseln.

Wie viel Raclette und Fondue braucht man pro Person?

Damit weder zu wenig noch viel zu viel auf dem Tisch landet, hilft eine einfache Orientierung: Für Raclette können pro Person etwa 200 bis 250 Gramm Käse und rund 200 Gramm Kartoffeln eingeplant werden. Bei Fleisch oder Fisch reichen, abhängig von den Beilagen, meist 150 bis 200 Gramm pro Person.

Für ein Käsefondue sind rund 200 Gramm Käse pro Person ein guter Richtwert. Dazu kommen Brot, Gemüse und weitere Beilagen. Wer viele Vorspeisen oder ein Dessert serviert, kann die Mengen entsprechend reduzieren.

Gemeinsam essen statt perfekt bewirten

Raclette und Fondue leben nicht von komplizierten Rezepten, sondern von der Atmosphäre. Kerzen auf den Tisch, Getränke kaltstellen, Zutaten vorbereiten und dann darf der Gastgeber ebenfalls Gast sein.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Kochen am Tisch nie wirklich aus der Mode kommt: Niemand muss aufstehen, um den nächsten Gang vorzubereiten. Jeder probiert, kombiniert und reicht Schälchen weiter. Aus einem Essen wird ein gemeinsamer Abend und aus „nur noch einem Pfännchen“ schnell eine weitere Stunde am Tisch.