Niedersächsischer Staatspreis für Franziska Stünkel
16. Juni 2026 | von Tosten LippeltMit ihrem herausragenden Wirken hat sich Franziska Stünkel um das Land verdient gemacht. Dafür ist die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Fotokünstlerin jetzt mit dem Niedersächsischen Staatspreis geehrt worden.
Foto: Torsten Lippelt
„Sie ist eine außergewöhnliche Regisseurin und Fotokünstlerin und zählt damit auch zu den kreativen Botschafterinnen Niedersachsens. Darüber hinaus nimmt sie eine Vorbildfunktion ein: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sie sich in der humanitären Hilfe und für die Demokratie“, lobte Ministerpräsident Olaf Lies im Rahmen ihrer feierlichen Ehrung vor 300 geladenen Gästen im Galeriegebäude Herrenhausen.
Das Erzählen des Miteinanders
Die gebürtige Göttingerin hat sich nicht nur einen Namen mit ihrem gesellschaftspolitischen Kinofilm „Nahschuss“ gemacht, sondern auch mit der preisgekrönten Foto-Serie „Coexist“. Seit 17 Jahren fotografiert sie dafür weltweit als Streetart-Künstlerin mit einer Leica ihr ins Auge fallende Schaufensterspiegelungen. 191 Bilder, einige davon bis zum 29. August in der hannoverschen Galerie Drees zu besichtigen, erzählen so verdichtet vom Miteinander - dem „Coexist“. Ihr Laudator, Dr. h.c. Andreas Tölke, lobte dazu Franziska Stünkels „Allansichtigkeit“. Sie schaffe „Verbindungen von Mensch zu Mensch, in der Kunst wie im Leben.“
„Wir alle leben ständig in Koexistenz. Gerade heute ist es so wichtig zu begreifen, wie sehr wir miteinander vernetzt sind“, betont die Geehrte.

Ehrung auch für Stefan Voelkel
Franziska Stünkel teilt sich den mit 35.000 Euro dotierten Preis mit Stefan Voelkel, vom durch Biosaftgetränke bekannten Familienunternehmens im niedersächsischen Wendland. Dieses engagiert sich seit vielen Jahren für soziale und ökologisch-nachhaltige Projekte.


