Grasgeflüster: Rückenwind
22. September 2026 | von und mit Roksana LeonettiFeierabendrunde mit Rückenwind: Neun Loch, gute Gespräche über Golf und Medien und die Erkenntnis, dass Reisen einfach dazugehört.
Markus und ich vor unserer Feierabendrunde mit Rückenwind, Foto: Roksana Leonetti
Mitten in der Woche, abends, neun Loch auf Grün. Markus und ich kennen uns über das Netzwerk Civilia, begegnen uns regelmäßig auf Veranstaltungen und arbeiten beide in der Medienbranche. Gesprächsstoff gibt es also genug.
Am ersten Abschlag verrät Markus, dass er gestern schon hier gespielt hat. „Dann bist du ja klar im Vorteil.“ Seine Antwort kommt trocken: „Gestern habe ich neun Schläge gebraucht.“ Heute werden es sieben. Vorteil bestätigt, denke ich mir.
Auf Bahn zwei landet mein Ball tatsächlich mitten auf dem Fairway. Wir stellen fest, dass wir beide Cobra spielen, ähnlich ausgestattet sind und auch spielerisch gar nicht so weit auseinanderliegen. Am Abschlag haben wir kräftigen Rückenwind, auf dem Fairway ist plötzlich Ruhe. Kennen wir irgendwie auch aus dem Beruf: Rückenwind ist schön, aber den nächsten Schlag muss man trotzdem selbst machen.
An Loch drei fragt Markus: „Weißt du, was ich am Golfen liebe?“ Ich tippe auf frische Luft, Bewegung, nette Menschen. Falsch. „Das Reisen!“ Mallorca, Österreich – er kommt ins Schwärmen. Ich empfehle ihm Golfamore. „Klingt wie eine Dating-App.“ Ob ihm meine Empfehlung danach noch geheuer war, weiß ich nicht. Einig sind wir uns trotzdem: Golf und Reisen sind ein ziemlich guter Match.
Natürlich reden wir auch über Medien, Projekte und seinen Job bei Madsack. Markus kann inzwischen auf das gesamte Portfolio der Gruppe zugreifen und ist viel im Projektgeschäft unterwegs. Er erzählt das mit einer Lockerheit, obwohl man merkt: Da geht gerade einiges voran.
Loch sechs und sieben bekommen wir vor lauter Reden kaum mit. So ist das, wenn zwei Medienmenschen golfen. Man fragt, wie die Geschäfte laufen, was sich verändert und was als Nächstes kommt. Irgendwann wird aus neun Loch ein Branchen-Update mit Schlägern.
An der Insel auf Loch acht nimmt Markus das Eisen 9 und trifft direkt aufs Grün. Ich brauche mit dem Driver zwei Schläge. Und das, obwohl er erst seit Februar spielt. Schwung, Rotation, Treffer und auch beim Golf hat Markus gerade ordentlich Rückenwind.
Am Ende ist er ein Stück besser als ich. Aber beim Golf spielt man bekanntlich vor allem gegen sich selbst. Und für einen Donnerstagabend waren wir beide ziemlich gut unterwegs.
Schönes Spiel, Markus.





