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Einsatz aus vollem Herzen

25. Januar 2024

Freundeskreis Hannover vergibt Stadtkultur- und Sonderpreis

Das „Orchester im Treppenhaus“ hat für sein langjähriges Engagement um die hannoversche Stadtkultur vom Freundeskreis Hannover e.V. den Stadtkulturpreis 2023 erhalten. Nora Khuon, leitende Dramaturgin und stellvertretende Intendantin des Staatstheaters Hannover, hielt die Laudatio auf das Orchester. Stellvertretend für die 20 Mitglieder des 2006 gegründeten innovativen Kammerorchesters, nahm dessen künstlerischer Leiter und Begründer, Thomas Posth, eine von der Goldschmiede Stichnoth dafür gefertigte Statue entgegen.  

„Ein Preis aus der Stadtgesellschaft Hannover heraus. Das ist toll! Wir fühlen uns der Stadt sehr verbunden, und das feiern wir jetzt mal gemeinsam“, freute sich Posth. Das „Orchester im Treppenhaus“ zeichnet sich durch ungewohnte Formate aus, die klassische Konzerte in erlebbare Performances verwandeln – die Musiker spielen beispielsweise im 16. Stock des Bredero-Hochhauses, im Ihme-Zentrum oder auch in U-Bahn-Schächten.

Den Stadtkulturpreis 2023 erhält das Orchester im Treppenhaus.

Sonderpreis für früheren Rugby-Nationalspieler

Ergänzend verlieh der Freundeskreis außerdem zum zwölften Mal seit 2012 seinen Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement. In diesem Jahr erhielt ihn Torge Wittke von Herzschläger e.V.. Kuratoriumssprecher Hajo Rosenbrock, Vorsitzender des Turn-Klubb Hannover, und Stefanie Eichel, Geschäftsführerin von Eichels Event, die ebenfalls Mitglied des Kuratoriums ist, lobten in ihrer gemeinsamen Laudatio den Verein Herzschläger als echte Herzensangelegenheit seines Gründers, Motors und Vorsitzenden Torge Wittke. Dieser kümmere sich „um sportliche Angebote für Menschen am Rande der Gesellschaft und gibt ihnen damit einen Raum in unserer Mitte“, lobte Hajo Rosenbrock das langjährige Engagement des früheren Rugby-Nationalspielers, der Rollator-Rennen für Wohnungslose ebenso wie Rugby für Jugendliche mit Autismus-Störung oder ein neues Projekt für Palliativpatienten organisiert.

Der Freundeskreis ehrt Torge Wittke mit dem Sonderpreis.

Für ein offenes und vielfältiges Miteinander

Umrahmt wurde der Ehrungsabend von artistischen Einblicken in das GOP Wintervarieté Programm „Wilderness“ und einem Auftritt der Band Hertzcasper. In einem Podiumsgespräch diskutierten zudem Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten, Hannovers Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf und Rebecca Seidler, Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, über den hohen Wert bürgerschaftlichen Engagements und von Zivilcourage für ein offenes und vielfältiges Miteinander.

„Mit 1200 Mitgliedern sind wir einer der größten Bürgervereine Deutschlands und wir engagieren uns leidenschaftlich für eine lebendige Stadtgesellschaft“, erklärte der Freundeskreis-Vorsitzende Matthias Görn – dieser Abend bewies dieses Engagement eindrucksvoll.

Text & Fotos: Torsten Lippelt

Blumen zum Abschied – Geschäftsführerin des Freundeskreises, Katharina Sterzer, und der Vorsitzende des Freundeskreises, Matthias Görn.

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