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Opernball: So gelingt das perfekte Make-Up

18. Januar 2023

Der Opernball ist das gesellschaftliche Event des Winters. Kleid, Haare, Make-Up – alles soll optimal in Szene gesetzt sein. Wie das perfekte Make-Up gelingt, hat uns Stella-Victoria Wessels, Make-Up-Artistin bei der Parfümerie Liebe, gezeigt. Sie hat ihre Kollegin Stefanie Dolle zur Diva des Abends gemacht.

Text: Heike Schmidt, Fotos: privat

Augen oder Mund betonen?

Vorab sollte man sich überlegen, welchen Teil des Gesichts man betonen möchte – die Augen oder den Mund? „Da das Thema des Opernballs `Bésame mucho` ist, werde ich den Akzent eher auf den Mund als auf die Augen legen“, erklärt Stella-Victoria Wessels. „Bésame mucho“ heißt schließlich ins Deutsche übersetzt „Küss mich viel“.

Gut reinigen

Damit das Make-up gut hält, sollte man das Gesicht vorab gründlich reinigen. Die Make-up-Artistin empfiehlt auch ein Peeling zu machen. „Super ist es, wenn man noch Zeit für eine Maske hat, ein Serum aufträgt und dann eine gute Creme als Basis nimmt“, erklärt sie. Denn: Je besser die Haut vorbereitet ist, desto schöner kann die dekorative Kosmetik ihre Wirkung entfalten. Da die Vorbereitung Zeit kostet, sollte man auch diese einplanen, damit es vor dem Start in den Abend nicht hektisch wird. „Insgesamt würde ich mit mindestens 45 Minuten fürs Make-Up rechnen.“

Alles bereitlegen

Ein weiterer Tipp: Wer sich zum Schminken alles bereitlegt, ist nicht nur schneller, er hat es auch einfacher. Die unterschiedlichen Pinsel müssen nicht erst lange gesucht werden, und auch bei den Farben hat man alles von Anfang an im Blick. Stella-Victoria Wessels arbeitet am liebsten mit Pinseln statt mit Schwämmchen. „Zum einen sind Pinsel hygienischer, zum anderen kann ich damit feiner arbeiten“, erklärt sie.

Erst Make-Up, dann Kleid

Zum Schminken sollte man unbedingt auf gutes Licht achten. Zudem sollte man sich nicht erst anziehen und dann loslegen. „Die Gefahr ist zu groß, dass das Kleid entweder beim Sitzen Fältchen bekommt oder dass doch einmal etwas vom Produkt auf dem Kleid landet“, weiß die Make-Up-Artistin: „Abendkleider zieht man ja selten über den Kopf, von daher besteht auch nicht die Gefahr, dass man das Make-Up beim Anziehen verschmieren könnte.“

Die Pflege vor dem Make-Up

Wenn das Gesicht gut gereinigt ist, kommt die Pflege zu Einsatz. „Diese sollte auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein“, betont Stella-Victoria Wessels. Wichtig ist außerdem, die Pflege mit den Händen aufzutragen. Sie entscheidet sich für Produkte von Sensai Silk, die nicht nur gut riechen, sondern auch eine gute Grundlage für ein aufwendiges Make-Up bieten. „Unbedingt sollte auch eine Augenpflege verwendet werden“, rät die Expertin. Diese mit dem Ringfinger einklopfen. „Der Ringfinger übt am wenigsten Druck aus“, erklärt sie. Wer zu geschwollenen Augen neigt, kann die Pflege vorher auch in den Kühlschrank stellen. Die zusätzliche Kühle sorgt dann dafür, dass Schwellungen schneller verschwinden. Auch auf die Lippen kommt ein Pflegeprodukt. Es dient dazu, dass die Lippen gut durchfeuchtet sind und praller wirken.

Die Make-Up-Basis

Zuerst trägt die Make-Up-Artistin eine porenverfeinernde Glowy-Base auf. Dies ist ein Primer, der mit Glanzpartikeln versetzt ist. Wenn er unter einem Make-Up verwendet wird, strahlt dieses anschließend von innen heraus. Zusätzlicher Nebeneffekt: Das Hautbild wirkt ebener, die dekorative Kosmetik wie die Foundation können besser halten.

Die Foundation

Bei der Foundation sollte der Ton stimmen. Am besten dazu die Farbe an der Stelle überprüfen, an der die Kinn- in die Halspartie übergeht. „Man kann auch an der Innenseite des Handgelenks schauen“, erklärt die Make-Up-Artistin. Wer sich dann noch unsicher sein sollte, kann auch die T-Zone – Stirn und Nase – für eine Probe nutzen. „Da wir den Glowy-Effekt des Primers nutzen wollen, verwende ich jetzt eine Foundation mit mittlerer Deckkraft“, sagt Stella-Victoria Wessels. Mit geübten Strichen trägt sie die Foundation auf und arbeitet dabei in kleinen Bewegungen von oben nach unten. „So, als würde man einen Tannenbaum malen“, erklärt sie. Eins sollte man auf alle Fälle vermeiden: „Bitte nie mit zusätzlich Foundation Pickel abdecken. Das sieht immer künstlich aus.“

Der Concealer

Dunkle Schatten um die Augen haben jetzt keine Chance mehr: Stella-Victoria Wessels tupft Concealer mit mittlerer Deckkraft erst im Innenbereich, dann außen Punkte, die sie sanft einklopft. „Am besten auch hier immer mit dem Ringfinger arbeiten“, sagt sie. Das habe den Vorteil, dass das Ergebnis nicht streifig werde. Zudem nicht den Fehler machen, zu viel des Produkts zu nehmen. „Das setzt sich im Zweifelsfall in die Falten und sieht unschön aus.“ Anschließend wird das ganze bisherige Make-Up mit transparentem Puder fixiert.

Das Augen-Make-Up

Auch die Augenlider bekommen erst eine Grundierung. Sie dient dazu, Rötungen zu kaschieren und das Augen-Make-Up haltbarer zu machen. „Wenn man mit den Farben beginnt, ist es ganz wichtig, mit dem hellsten Ton zu beginnen.“ Diesen verteilt Stella-Victoria Wessels über das ganze Lid. Danach arbeitet sie mit einer dunkleren Farbe. Wie man die optimale Linie findet? „Am einfachsten ist es, mit dem Pinsel direkt in die Lidfalte zu gehen – dann ist man weder zu hoch, noch zu niedrig.“ Ebenso wichtig: mit kreisenden Bewegungen die Farbe zu verblenden, so dass keine harten Übergänge entstehen. Im Außenbereich schminkt sie das Lid dunkel, innen werden die Farben immer heller. „Das gibt dem Auge Tiefe“, betont sie. Um die Wimpern dichter erscheinen zu lassen und dem Auge zusätzlich Ausdruck zu geben, zieht sie einen feinen Eyeliner-Strich am Wimpernkranz des oberen Lids. „Am besten mit kleinen Strichen arbeiten und nicht übers Lid hinausmalen“, rät sie. Einfacher geht es, wenn man das Lid leicht zur Seite nach außen zieht und so etwas strafft. Anschließend mit Mascara die Wimpern tuschen – und zwar erst unten und dann oben. „Sonst verhindert man Fliegenbeine oben.“

Die Augenbrauen

„Die Augenbrauen rahmen das Gesicht“, sagt die Make-Up-Artistin. Daher sollten sie nicht vernachlässigt werden. Zunächst strichelt sie die Brauen zart nach und verblendet die Farbe. Anschließend werden die Härchen mit Augenbrauengel fixiert. „Das sieht strukturierter aus als ohne.“

Die Wangen

Frische zaubert Blush ins Gesicht. Stella-Victoria Wessels setzt dabei auf zwei Farben, die sie sanft mischt. Auch hier gilt die Devise: Weniger ist mehr. Bevor sie die Farben aufträgt, klopft sie immer überschüssiges Produkt ab. „Wenn ich zu viel aufgetragen habe, ist es schwierig, das zu korrigieren“, erklärt sie. Dann lieber mehrmals hintereinander die Farben auftragen. Um den optimalen Punkt für Blush zu finden, gilt die Devise: Bitte lächeln! Dann am höchsten Punkt den Blush aufsetzen.

Der Highlighter

Highlighter sorgt für zusätzliche Lichtpunkte, die das Gesicht jugendlich strahlen lassen. Stella-Victoria Wessels setzt ihn auf die Wangenknochen, den Nasenrücken und ein wenig auf das Lippenherz. Sie tupft den Creme-Highlighter mit den Fingern auf. „So bekommen wir den Glowy-Look. Ohne glänzend auszusehen.“

Die Lippen

Rot sollen die Lippen werden. Doch Rot ist nicht gleich Rot. Auch hier gilt es den passenden Ton zu finden. „Bei roten Haaren ist ein koralliges Rot schön, Brünette können auch etwas Dunkleres tragen. Blond ist immer etwas schwierig. Das kann schnell schief gehen“, weiß die Expertin aus Erfahrung. Wer sich unsicher ist, sollte sich unbedingt beraten lassen. Da die Pflege gut eingezogen ist, sind die Lippen optimal vorbereitet. Mit einem Lipliner die Form zunächst umranden. Dazu beim Lippenherz beginnen. Danach wird die Lippe mit Lippenstift ausgefüllt, den Stella-Victoria Wessels mit einem kleinen Pinsel aufträgt.

Das Make-Up Finish

Was wäre ein Opernball-Make-Up ohne Glitzer? Der kommt ganz zum Schluss sehr sparsam dosiert auf die Augenlider. Fertig ist das Ausgeh-Make-Up zum Thema „Bésame mucho“.

Beim Opernball Make-Up auffrischen lassen

Die Parfümerie Liebe wird auch beim Opernball präsent sein. Falls also während des Balles ein wenig nachgepudert oder der Lippenstift nachgezogen werden soll, kein Problem. Gäste des Balles können gerne für eine Auffrischung vorbeikommen.

Der Opernball steht vor der Tür!

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