Bunte Videoprojektionen auf dem Indischen Tempel, ein Lichtermeer aus tausenden kleinen Leuchten auf der Kuhweide und ein Pfad, mit strahlenden Engeln gesäumt, der die Arktische Welt mit dem australischen Outback verbindet. Im Erlebnis Zoo Hannover gibt es aktuell mehr zu sehen als Giraffe, Tiger und Co. Am 18. November eröffnete der Christmas Garden im Zoo Hannover. 

Text & Fotos: Jule Trödel

Die Eröffnung des Christmas Garden am vergangenen Freitagabend versetzte in richtig weihnachtliche Stimmung. So begleitete der erste Schneefall dieses Winters die Eröffnungsveranstaltung. Bevor die Besucher jedoch auf einen ersten Rundgang durch das festlich erleuchtete Gelände entlassen wurden, richtete Zoo-Chef Andreas Casdorff ein Wort an die Gäste und erklärte: Ganze zehn Monate lang habe das Team vom Erlebnis Zoo und Hannover Concerts den diesjährigen Christmas Garden geplant. 

Es stecke mit der Umsetzung der Technik weit mehr als die kreative Gestaltung hinter der beliebten Veranstaltung. „Und es hat sich gelohnt“, findet Cassdorf. Am meisten freue er persönlich sich auf das Field of Light, einem Lichtermeer, ganz am Ende des Rundgangs. „Bleiben Sie dort einfach mal ein paar Minuten stehen und lassen Sie das Lichtspiel und die Musik auf sich wirken“, empfiehlt er. Auch Niko Röger und Christian Dall von Hannover Concerts betonten bei der Eröffnung, wie stolz sie seien, Teil des Projekts zu sein. So sei der Christmas Garden in diesem Jahr nochmal um einiges schöner und beeindruckender als bei der Premiere im letzten Jahr.  

 

Mit dem Christamas Garden im Zoo Hannover Weihnachtsgefühle abseits des Getümmels erleben

Den Startpunkt des etwa zwei Kilometer langen Rundwegs markiert ein auffällig leuchtender Torbogen, der bei der Eröffnung mit einem roten Band verschlossen wurde. Mirko Slomka, ehemaliger Fußballtrainer von Hannover 96, schnitt dies feierlich durch. Kurz darauf strömten die Besucher hindurch, um sich von den bunten Lichtspielen verzaubern zu lassen.

Die Bandbreite der Lichtanimationen ist immens: mal bildhafte Projektionen auf den Gebäudefassaden oder ein Vorhang aus mit Glöckchen verziert klingenden Leuchtkörpern, mal zweidimensionale Leuchtfiguren oder umherwandernde Lichtstrahlen. „Der Christmas Garden ist ein Ort, an dem sich die Besucher abseits von dem ganzen Weihnachtsmarktgetümmel mal zwei, drei Stunden in eine positive Welt ohne den ganzen Alltagsstress entführen lassen können“, meint Cassdorf. Der Geschäftsführer des Erlebniszoos, habe lange darüber nachgedacht, ob das im letzten Jahr sehr beliebte Format, im Zuge der Energiekrise überhaupt umsetzbar sei. Doch habe der Zoo einerseits seinen Energiebedarf in den letzten zehn Jahren bereits halbieren können und andererseits mit dem Christmas Garden nicht mal ein Prozent des jährlichen Energieverbrauchs aufwenden müssen. In der Abwägung diese Kosten zu tragen und den Menschen was Gutes tun zu können, sei die Entscheidung den Christmas Garden stattfinden zu lassen, trotz der aktuellen Situation die richtige, meint Cassdorf. Außerdem sichere sich der Zoo über die Einnahmen die Möglichkeit im nächsten Jahr noch attraktiver zu werden.