Die Schlütersche Mediengruppe feiert ihren 275. Geburtstag im Schloss Herrenhausen.

Text: Heike Schmidt  Fotos: Frank Wilde

Was für ein zauberhafter Abend – und das lag nicht nur an Magier Farid, der mit seiner Show begeisterte. Es waren vor allen Dingen die Gäste, die Partner und Kunden, die Prominenten und die Politiker, die diese 275-Jahr-Feier im Schloss Herrenhausen Mitte September zu etwas Außergewöhnlichem machten. Die Schlütersche Mediengruppe, zu der auch die Nobilis gehört, feierte ihr ganz besonderes Jubiläum.

Nur ein Unternehmen in der Region ist noch älter als das Verlagshaus – es ist die Gilde Brauerei, deren Geschichte 1526 mit der Brauerei von Cord Broyhan begann. Darauf wies Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei seiner Begrüßung hin. Der Politiker ließ es sich nicht nehmen, den beiden Geschäftsführern der Schlüterschen Mediengruppe, Natalia Kontsour-Selivanov und Ingo Mahl, stellvertretend für alle Mitarbeiter persönlich zu gratulieren.

Der Ministerpräsident war nicht der Einzige, der an diesem Abend gerne zum Feiern kam. Auch sein Kabinettskollege, Wirtschaftsminis­ter Bernd Althusmann (CDU), war angereist. Er war auch Teil einer Diskussionsrunde zum Thema „Digitalisierung verpennt – was nun?“. Gemeinsam mit Verleger Arist von Harpe, der 2020 die Hamburger Morgenpost übernommen hat, der Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK), Maike Bielfeldt, und CEO Ingo Mahl stand er auf dem Podium. Sein Fazit der Diskussion: „In Sachen Digitalisierung müssen wir schneller werden, Chancen nutzen und uns verändern.

Mit Veränderungen hat die Schlütersche Mediengruppe Erfahrung. Vielleicht ist auch gerade der Mut zum Wandel über die Jahrhunderte hinweg der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Kaum jemand weiß das so gut wie Frank-Peter Oppenborn, der mit seiner Frau Cornelia gekommen war. Er war 20 Jahre lang Geschäftsführer bei der Schlüterschen. Oppenborn erinnerte daran, dass es durchaus ein Privileg war, 1747 ein Druckhaus zu eröffnen. Damals war es das erste evangelische Gesangbuch, für das die Genehmigung zum Druck erteilt wurde. Bis heute gibt es die Schlütersche Mediengruppe heraus.

„Social Media seit 1747“ lautet auch ein Slogan des Unternehmens. „Unsere Medien verbinden Menschen“, betont Ingo Mahl. Damals waren es die Gesangbücher, die die Menschen in der Kirche zusammenbrachten. Heute sind es die zahlreichen Produkte der Schlüterschen – seien es die Fachmedien, die Online-Angebote, die Gesangbücher oder auch die Nobilis.