Ihre Jugend war von segeln, Sonne und Meer geprägt. Cécile Morice liebt die raue Schönheit der Bretagne – und die Chancen, die Hannover ihr bietet. Denn auch hier ist Schönheit Céciles Thema: Ihre Marke für Naturkosmetik heißt Ombelle.

Text: Patricia Chadde  Foto: Christian Behrens

Cécile Morice kennt im Golf von Morbihan jede Insel und jede Bucht. Denn dort wuchs sie auf, erlernte das Segeln, Fischen, die Nähe zur Natur. Doch nach dem Abitur verließ sie das heimatliche Vannes und suchte nach einen neuen Wirkungskreis. Die Bretonin kam als Au-pair nach Hannover und blieb. Schon damals zählten Natur und Kosmetik zu ihren Interessen, denen sie 20 Jahre lang in der Kosmetikbranche folgte. Dieser Leidenschaft ist sie treu geblieben.
Hannover „finde ich großartig!“, wie sie mit leichtem Akzent sagt. Jetzt hat die Bretonin in der Deisterstraße ihr eigenes Unternehmen gegründet und bleibt dabei der Natur so nahe, wie es geht: Ihr Thema sind Pflegeprodukte, zart duftend und geschmeidig – denn die Unternehmerin hat sich auf ihre eigene Naturkosmetik spezialisiert.

Ohne Erdöl und Chemie

Im Laufe der Jahre entwickelte Cécile Morice ihre eigenen Vorstellungen, welche Eigenschaften eine exzellente Hautpflege haben muss. Mit der Marke „Ombelle“ setzt sie nun ihre Vorstellungen von Bio-Zertifizierung, luxuriöser Pflege und natürlicher Wirksamkeit um – ohne Wenn und Aber.
In ihrem Labor entwickelte die Fachfrau zum Beispiel eine Sonnencreme, die ohne Allergene und synthetische Inhaltsstoffe auskommt. Der Sinn: Ob man nun an der Île Ilur entlangsegelt oder im Tretboot auf dem Maschsee kreuzt – der Lichtschutzfaktor 30 schützt in jedem Fall die Haut vor Schäden durch die Sonne.
„Deutschland war schon vor Jahren Vorreiter in Sachen Naturkosmetik“, blickt die Schönheitsexpertin auf ihre frühen Hannover-Erfahrungen zurück. Inzwischen, so ihr Urteil, haben sich die Nationen in vielen Fragen des Umweltschutzes angeglichen.

In der Kosmetik stecken nur natürliche Stoffe und viel Handarbeit. Foto: Ombelle

Duschgel, das zehrt? Nein, danke!

Sonne, Wind und Salzwasser sind nicht die einzigen Faktoren, die Haut stressen können. „Es gibt Duschgels, die sind so zehrend, dass man die Haut anschließend reparieren – also eincremen – muss“, weiß die Ombelle-Gründerin. Sie findet es wichtig, schonende Produkte herzustellen und diese so einzusetzen, dass sie ihren Zweck erfüllen und dabei sanft zur Haut sind. Ihre bevorzugten Inhaltsstoffe findet Cécile in Doldenblüten. Ihr Favorit heißt Agapanthus und überzieht die Bretagne sommers mit blauen Tupfen – die Schmucklilie ist seit dem Barock begehrt und natürlich auch in den Herrenhäuser Gärten zu finden.
„Die Natur sieht toll aus – und sie kann eine Menge für uns tun. Aber wir sollten ihr natürlich etwas zurückgeben“, beschreibt Cécile Morice ihr Pflegekonzept, das sie verfolgt. Nur ein Beispiel ist ihre kalt gesiedeten Seife, zu der es einen attraktiven Betonhalter gibt. So kann das schöne Seifenstück nach Gebrauch wieder gut abtrocknen.
Zu einem echten Geheimtipp hat sich „Moami“ entwickelt. Ombelles Bio-Sheabutter bezieht die Unternehmerin von Frauen aus Burkina Faso, die in dem Fair-for-Life-Projekt „www.sotokacc.com“ mitwirken. Diese Sheabutter ist mit Vitamin E angereichert und lässt sich vielseitig nutzen, weil sie sich ebenso für die Haut und das Haar, also von Kopf bis Fuß für alle Körperpartien eignet. Strapazierte Haarspitzen werden durch die luxuriöse „la Beurre de Karité“ ebenso geschmeidig wie die Haut der Ellenbogen. In Deutschland abgefüllt und in einem Glastiegel mit Metalldeckel handverpackt, wird das Produkt versendet.

Breite Palette für die Schönheit

Neben Pflegeprodukten oder ihrem Badesalz mit dem Namen „Divine Lagune“ entwickelte Cécile Morice ein Deodorant – und das Ganze selbstverständlich ohne Aluminiumsalze. Es kann in einer blumigen oder sinnlichen Variante gewählt werden.
Die Komposition der feinen Düfte liegt in der Hand der Unternehmerin selbst. Sie beweist dabei ein sicheres Händchen. Die Lippenpflege umweht ein Hauch von Jasmin, andere Produkte setzen auf den Duft der südfranzösischen Zitrone. Natürliche Blumendüfte, mal frisch, mal süß, ergänzen die Auswahl. „Diese Naturdüfte lassen uns in einen Sommertag in Südfrankreich eintauchen“, beschreibt Cécile Morice ihre Wirkung. Und was wäre schöner als ein solches inspiriertes Urlaubsgefühl?

Der Französin ist es wichtig, nicht nur die Kräfte der Natur zu nutzen, sondern ihr auch etwas zurückzugeben. Daher verpackt sie alle Produkte ohne Plastik und stattdessen in Papier und wiederverwendbaren Tiegeln. Foto: Christian Behrens