Bingo! feiert 25-jähriges Jubiläum und ­Moderatorin Jule Gölsdorf ist dabei. Sie moderiert die Sendung bereits seit 2016 an der Seite von Show-Urgestein und „Bingobär“ Michael Thürnau. Ein Interview.

Text: Fenja Basen  Fotos: Lorena Kirste

Sie arbeiten jetzt seit sieben Jahren bei Bingo!. Was bedeutet die Arbeit für Sie?

Jule Gölsdorf: Für mich ist es total schön, weil meine Oma schon Bingo! geguckt hat und ich mit der Sendung das Gefühl von „Familie“ bekomme. Und Bingo! bedeutet auch, „nach Hause zu kommen“: Ich bin in Hannover aufgewachsen und meine Mutter lebt immer noch hier. Deswegen ist es umso schöner, wenn ich am Wochenende nach Hannover fahren kann.

Seit sieben Jahren moderieren Sie an der Seite von Bingo!-Urgestein Michael Thürnau, bekannt als Bingobär. Wie würden Sie ihre Zusammen­arbeit beschreiben?

Jule Gölsdorf: Sehr gut und vor allem lus­tig. (Jule Gölsdorf lacht) Ich glaube, Michi und ich sind mittlerweile ein richtig gutes, eingespieltes Team, obwohl wir auf den ers­ten Blick total unterschiedlich sind. Aber eigentlich sind wir das gar nicht, weil wir doch viele Gemeinsamkeiten haben. Wir haben beide einen Hund, mögen es zu kochen und genießen gutes Essen – auch wenn man das Michi vielleicht mehr ansieht, als mir. (Gölsdorf lacht)

Was ist der größte Aspekt, den Sie an dieser Sendung schätzen?

Jule Gölsdorf: Ich glaube, das Schönste ist eigentlich diese Mischung, dass die Menschen Lose kaufen, dass das Geld für die Umweltprojekte genutzt wird, aber dass sie auch was gewinnen können. Wir haben wirklich Gewinner dabei, die haben noch nie in ihrem Leben eine Flugreise gemacht, weil sie sich das einfach nicht leisten können. Und dann ist es natürlich total schön, wenn du merkst, dass das Gewinner sind, die es verdient haben.

In jeder Sendung kann es auch mal zu Pannen kommen. Was war die witzigste Panne bei Bingo!?

Jule Gölsdorf: Einmal hat bei uns der Konfettiregen nicht so funktioniert, wie er sollte. Statt ganz vielen Konfettis kamen nur ungefähr zehn Konfettis herunter. Tatsächlich wurde dieser Moment auch bei TV Total thematisiert und als „schäbigster Konfettiregen“ bezeichnet. Wir haben uns dann auch live darüber lustig gemacht und gesagt: „Wenn Sie wissen wollen, wohin Ihre Gebühren geflossen sind: Im Konfettiregen stecken sie nicht.“

Sie haben gesagt, dass Ihre Oma die Sendung früher geschaut hat. Würden Sie sagen, dass diese Sendung immer noch eher was für die ältere Generation ist?

Jule Gölsdorf: Ich finde, dass Bingo! mittlerweile eher eine Familiensendung ist. Wir haben mittlerweile wieder Publikum im Studio und da sitzen auch immer viele junge Leute. Das sind dann oft zum Beispiel die Großeltern mit ihren Enkeln oder so. Oder auch jüngere Leute mit ihren Eltern. Klar, unter 18 dürfen natürlich Kinder nicht mitmachen, weil dass das Gesetz so vorgibt. Deshalb dürfen auch keine unter 18-Jährigen ins Studio gehen. Aber ich sage mal so: Ab 18 ist ja auch noch jung. Bei Insta­gram haben wir auch mittlerweile fest eingespielte junge Truppen. Die treffen sich dann immer sonntags zum Bingospielen, trinken ein paar Bierchen und machen die Sendung zu einer richtigen Unternehmung.

Nun ist die Sendung schon oder auch erst 25 Jahre alt. Haben Sie Wünsche für die Zukunft?

Jule Gölsdorf: Ich hoffe, dass Bingo! irgendwie immer in Bewegung bleibt. Ich finde, wir machen das schon ganz gut und gehen mit der Zeit mit, bleiben der Sendung trotzdem treu. Wir müssen stets neue Spiele bringen und aktuell sein, um die Spannung aufrechtzuerhalten und natürlich weiterhin auch jüngeres Publikum erreichen zu können. Ich wünsche mir, dass uns Bingo! noch weitere 25 oder auch 50 Jahre erhalten bleibt, und natürlich, dass ich die Sendung so lange wie möglich an der Seite von meinem Bingobären moderieren kann.