Juni-Ausgabe 2014

GOLD UND SILBER mag ich sehr...

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Seit Jahrhunderten sind sie begehrt, ihr Besitz gilt als Symbol für Reichtum und Macht: GOLD, SILBER UND PLATIN. Welche Investment-Chancen bieten Edelmetalle heute?

Schwer wiegen die 1 000 Gramm und messen doch nur knapp zehn Zentimeter: Irgendwie hat man sich Goldbarren größer vorgestellt und dennoch liegen mit nur einem der blinkenden Exemplare gleich 30 000 Euro in der Hand. Nicht Berlin, München oder Hamburg, sondern im beschaulichen Nienburg an der Weser befindet sich Deutschlands bestgesicherter Tresorraum, in dem mehrere Tonnen Gold, Silber und Platin lagern. Der ehemalige Bundesbanktresor ist so sicher, dass noch nicht einmal Marcus Meyn einen Schlüssel dazu hat. Meyn ist Vorstand der L‘or AG, einer Fondsgesellschaft, die ihren Kunden nicht nur Edelmetall-Investments anbietet, sondern die wertvollen Güter am Firmensitz gleich selbst vorrätig hat.

Doch warum lohnt es sich, in Edelmetalle zu investieren?
Um diese Frage zu beantworten, genügt schon ein Blick in die Tagespresse: Begriffe wie „Inflationsrate“, „ESM“ oder „Rettungspakete“ beherrschen seit Jahren die Wirtschaftsseiten und spiegeln letztlich die noch immer andauernde Krise des Finanzsystems wider. Auch wenn auf Seiten der Politik eine stetige Besserung gelobt wird, haben sich die Strukturen des Zins- und Geldsystems jedoch nicht wesentlich geändert: Weiter setzt die Weltwirtschaft ausschließlich auf Wachstum. „Nach wie vor haben wir es mit einem unkontrollierten Papiergeldsystem zu tun, in dem so viel Geld gedruckt wird, wie man gerade braucht“, skizziert Meyn die strukturelle Schieflage, die unser Geldwesen zusehends torpediert. Börsencrashs – oft mit hohen Verlusten für Privatanleger – sind daher ein wiederkehrendes Problem des Finanzsystems. „Edelmetalle haben einen greifbaren, immanenten Wert“, erklärt der Vorstand die Vorzüge dieser Anlageform gegenüber Aktien oder Papiergeld. Statt in ungedeckte Geldströme mit hohem Risiko zu investieren, weiß man bei edlen Metallen, dass sie zu den „sichersten Kapitalanlagen“ gehören, wie auch der Firmen-Flyer mit Goldbarren-Motiv verrät. So ist auch für den 45-jährigen Chef die Basis des erfolgreichen Firmenkonzepts von L‘or schnell erklärt: „Die Leute wissen: Wenn ich bei L‘or etwas Greifbares habe, bin ich langfristig abgesichert, denn ich investiere hier in einen Bereich, der eben nicht beliebig vermehrbar, manipulierbar, entwertbar ist wie Papiergeld.“

Das Unternehmen kauft die Edelmetalle Gold, Silber und Platin in Barrenform direkt von der Scheideanstalt und lagert sie im hauseigenen Tresor ein. So erwirbt jeder Anleger einen tatsächlichen, physischen Sachwert für seine Investitionssumme. Ein weiterer Vorteil: Die Aktiengesellschaft erwirbt die Edelmetalle im Drittelmix, wodurch sie ihren Kunden eine ausgeglichene Anlagestrategie bietet, die potenzielle Kursschwankungen in einem Metallsegment abfedert.

Neben dem bekanntesten Edelmetall Gold, das schon seit jeher als wertvolles Zahlungsmittel gilt, bietet Silber attraktive Anlagechancen. Im Vergleich zu Gold wird es teilweise sogar unterbewertet. Doch im Falle eines rasanten Währungsverfalls lassen sich kleine Dinge des täglichen Bedarfs eher in Silber aufwiegen, Gold bietet dagegen eine gute Basis für größere Investititonen, zumal der Staat darauf keine Mehrwertsteuer erhebt. Hinzu kommt, dass Silber durch eine hohe Leit- und Reflexionsfähigkeit und den fehlenden elektrischen Widerstand einzigartige Eigenschaften besitzt, die es zu einem immens wichtigen Stoff für die industrielle Produktion machen. Schließlich bildet das seltene Platin die dritte Säule der für eine Wertanlage in Frage kommenden Edelmetalle. Langfristige Wertsteigerungen versprechen alle drei.

Potenzielle Anleger sollten allerdings – insbesondere, wenn es um andere Edelmetalle wie beispielsweise Palladium geht – darauf achten, welche Verwendung für das jeweilige Metall vorgesehen ist. Gerade ausschließlich in der Industrie genutzte Metalle können nicht als Barren oder Münzen erworben werden, wieder andere sind hochgiftig und daher für eine Geldanlage ebenso nicht geeignet. Jedoch sind grundlegende Verschiebungen im Angebot nicht zu erwarten: Auch wenn sich einzelne neue Metalle einen Weg auf den Markt bahnen, bilden doch die drei Großen nach wie vor den Hauptbestandteil des Investment-Portfolios.

Seit zwölf Jahren ist die L‘or AG im Geschäftsfeld Edelmetall-Investition tätig, 2006 übernahm Meyn, gelernter Bankkaufmann, die Geschäftsleitung. „In den ersten zwei, drei Jahren war die Resonanz auf diese Anlageform noch verhalten“, blickt er auf die Anfangsjahre des Unternehmens vor seinem Einstieg zurück. Und dann kam 2008, die Lehman-Pleite – und alles wurde anders: „Seit dieser Zeit ist der Wille spürbar stärker, sein Geld in Sachwerte anzulegen. Das merkt man schon“, beschreibt der Vorstand die geänderte Marktsituation. Nicht zuletzt haben die Menschen im vergangenen Jahr am Beispiel Zypern gesehen, wie im Extremfall mit privaten Spareinlagen bei Banken umgegangen wird: Beim sogenannten „Haircut“ gingen rund
50 Prozent des privaten Guthabens verloren. Zwar steigen und fallen auch die Kurse der einzelnen Metalle hin und wieder, langfristig gesehen bieten sie aber eine sehr beständige und sichere Wertanlage mit positiven Renditen. Für Anleger mit einem kurzfristigen Anlagehorizont ist der Edelmetallmarkt daher eher uninteressant.

Meyn rät nicht nur vor dem Hintergrund der seit Jahren um sich greifenden Finanzkrise zu einer Geldanlage in Gold, Silber und Platin – vielmehr verweist er auf die tieferen Ursachen, die zu dem Crash geführt haben. Da die Notenbanken die umlaufende Geldmenge nicht mehr in vollem Umfang durch den entsprechenden Gegenwert in Edelmetallen hinterlegen müssen, sinkt allmählich die Kaufkraft unseres Geldes: eine schleichende Inflation.

Die Folge: Irgendwann platzt die so künstlich geschaffene Währungsblase. „Um diesem systemimmanenten Risiko zu entgehen, lohnt sich eine Investition in Edelmetalle.“, rät Marcus Meyn. Denn sie gelten schon seit Jahrhunderten als stabile Alternativ-Währungen in allen Ländern der Welt – und das nicht nur in Krisenzeiten. Die Gesetze der Marktwirtschaft selbst machen aus den edlen Metallen ein wertvolles Gut: Da die Nachfrage nach den endlichen Ressourcen dauerhaft hoch ist, erhalten Anleger für ihr Geld einen physisch greifbaren und auf lange Sicht steigenden Wert. So ist allein in den letzten 20 Jahren der Goldpreis kontinuierlich um insgesamt 304 Prozent gestiegen, Platin erlebte sogar eine Wertsteigerung von 570 Prozent und besitzt seinerseits aus Sicht der Experten enorme Anlagechancen. Durch diese Kriterien setzen sich Edelmetalle über die strukturellen Schwächen der Geldwirtschaft hinweg. Dies zeigt sich auch im Verhalten der Anleger, die um die Wertbeständigkeit der edlen Metalle wissen und ihre Verträge nicht vorschnell aufkündigen. Gerade in den zurückliegenden finanziellen Krisenjahren hat L‘or daher „ganz entspannt“ mit seinen Kunden „zusammengearbeitet“, schätzt der Geschäftsführer des Unternehmens die stabile Marktsituation seiner Branche.

„Allein im Edelmetall sein Anlageglück zu versuchen, ist allerdings keine weit verbreitete Taktik“, verrät Meyn. Klüger sei ein Mix aus verschiedenen Feldern, in die man sein Geld investieren sollte. „Das ist wie eine Torte, die in verschiedene Stücke unterteilt ist.“ Das Tortenstück „Edelmetalle“ sei dabei seit Beginn der Finanzkrise 2008 größer geworden. „Einen Anteil von mindestens zehn Prozent“ hält Vorstand Meyn bei dieser Portfolio-Lösung für sinnvoll – bei einem Gesamtvermögen von 700 000 Euro wären dies immerhin 70 ooo Euro, die man in Edelmetalle investieren könnte. Die L‘or AG bietet jedoch auch Einstiegslösungen für kleinere Summen an. 5 000 Euro als Einmalanlage sind ebenso möglich wie die Variante, sich nach einmaligen 1 000 Euro mit monatlich 100 Euro zu beteiligen – bei jeweils 5,5 Prozent Aufschlag für Vertragsabschluss, Versicherung und Verwahrungskosten. Vorstand Meyn setzt dabei auf ein transparentes Geschäftsmodell: Zum Monatsende kann die Anlage ganz oder in Teilen gekündigt werden – somit gewährt L‘or eine kurzfristige Auszahlung des entsprechenden Betrages. Dies gleicht den Nachteil aus, dass Edelmetalle keinen jährlichen Ertrag in Form einer Rendite abwerfen. Der Gewinn ergibt sich ausschließlich aus dem Wiederver kauf. „In seltenen Fällen nehmen einige Kunden dann auch schon mal die Barren selbst mit nach Hause“, so der Chef der L´or AG schmunzelnd. Das Unternehmen bietet jedoch das Gesamtpaket aus einer Hand: Von der Investment-Beratung über die Anlagen-Verwaltung bis hin zum physischen Wiederverkauf der Barren gibt es eine umfassende Beratung für die Anleger. Sie können darauf vertrauen, dass das Nienburger Unternehmen trotz höchster Bundesbanktresor-Sicherheit seine Barren gleichzeitig zu 100 Prozent versichert hat und diese sich nach Beteiligung im persönlichen Eigentum des Anlegers befinden. Somit gibt es kein Ausfallrisiko und gerade im Edelmetallbereich erhalten die Kunden ihr eingezahltes Kapital definitiv zurück – ein entscheidender Vorteil dieser Wertanlageform. Hinzu kommt, dass der Tresorzugang in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Nienburg geregelt ist. Diese Kriterien bieten zusätzlich hohe Sicherheiten und gleichzeitig starke Argumente für ein Edelmetall-Investment.

Rund 5 000 Anleger aus ganz Deutschland nutzen das Know-how der L‘or AG. Gerade diejenigen, die eine langfristige Wertstabilität ihres Kapitals suchen, sind bei Marcus Meyn und seinen Mitarbeitern richtig. Für mittelständische Unternehmer oder Privatkunden, die lange auf ihr Vermögen hingearbeitet haben, sei dieses Investment besonders geeignet. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung nutze dies jedoch laut Meyn aktuell zur Vermögenssicherung.

Wer ausschließlich in Gold investieren möchte, für den bietet das Unternehmen einen reinen Goldfonds an – der sich lohnt: denn durch den Einkauf der Barren aus Scheideanstalten erhalten die Anleger mehr Gold für ihr Geld. Auch junge Menschen und Arbeitnehmer können von dieser Investitionsform profitieren: Neuerdings bietet die L‘or AG ein spezielles Modell der Altersvorsorge, das komplett über die vorhandenen Goldeinlagen gedeckt ist. Da es gerade bei sozialwirksamen Kapitalanlagen um Langfristigkeit geht, bieten sich solche Lösungen basierend auf der Wertstabilität des Goldes besonders an.

Und wie der Goldbarren liegt das Plus dieser Wertanlageform auf der Hand: Ein gemeinschaftliches Fonds-Investment wie es die L‘or AG anbietet, vereint gleich mehrere Vorteile in einem Angebotspaket. Investieren kann prinzipiell jeder, auch besondere Vorkenntnisse sind – anders als beispielsweise bei Briefmarken oder Antiquitäten – nicht notwendig. Zudem läuft der Handel für edle Metalle im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen in sehr geregelten Bahnen, sodass prinzipiell ein geringes Verlustrisiko besteht. Mit der Investition in Edelmetall-Barren sind die Anleger gleichsam Eigentümer des Materials und können so zu jeder Zeit kurzfristig über ihre Investitionssumme verfügen. Doch das wichtigste dieser Anlageform ist, dass ein tatsächlicher Sachwert hinter dieser Fonds-Lösung steht und „keine Luftschlösser produziert werden“, betont Marcus Meyn.