21.05.2017

Clara Iannotta: smudged - a carbon copy (ii)

Zeitlupen-Konzert mit Werken von Clara Ianotta, Ulrich Kreppin und Rolf Riehm.

story

Beim nächsten Zeitlupen-Konzert der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik wird die italienische Komponistin Clara Iannotta und die Uraufführung ihres neuen Werks im Mittelpunkt stehen.

Die Zeitlupe im Mai ist der jungen Komponistin Clara Iannotta gewidmet. Die Italienerin gilt als aufgehender Stern der Neuen Musik; nach einer Teilnahme am Berliner Künstlerprogramm des DAAD ist sie die künstlerische Leiterin der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, außerdem beschäftigt sie sich aktuell mit einem PhD an der Harvard University, USA. Sie sagt über ihre Arbeit: „Mich interessiert vor allem Musik als existentielle, körperliche Erfahrung – Musik sollte genauso sichtbar wie hörbar sein. Das ist ein Grund
dafür, warum ich manchmal lieber über Choreographie des Klanges spreche als über Orchestrierung.“

 - Clara Iannotta
Clara Iannotta
Astrid Ackermann

Iannottas neues Werk „smudged – a carbon copy (ii)“ wird durch die Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert und in Hannover uraufgeführt. Es verwendet Akkordeon und Viola als präparierte Instrumente sowie Objekte.

 - Kai Wengler (Akkordeon) und Klaus-Peter Werani (Viola) sind das Münchner DUOKW2.
Kai Wengler (Akkordeon) und Klaus-Peter Werani (Viola) sind das Münchner DUOKW2.
Astrid Ackermann

Das Münchner DUOKW2 arbeitet daran, das Repertoire für die Besetzung Viola (Klaus-Peter Werani) und Akkordeon (Kai Wangler) zu erweitern und zu etablieren. Neben der Uraufführung von Clara Iannotta wird DUO2KW weitere Repertoirewerke von Ulrich Kreppein und Rolf Riehm spielen. Die Musikwissenschaftlerin Lydia Rilling führt durch das Programm. Seit 2016 ist sie Chefdramaturgin an der Philharmonie Luxemburg und künstlerische Leiterin des rainy days Festivals.

Das Konzertformat Zeitlupe der hgnm hat sich die Vermittlung Neuer Musik zum Ziel gesetzt. Bei jeder Zeitlupe steht ein Komponist im Mittelpunkt und wird zu dem Werk eines anderen Künstlers in Beziehung gesetzt. Das Besondere der Zeitlupe ist das zweimalige Erklingen eines zentralen Werkes. Im ersten Konzertteil erklingt ein Werk des portraitierten Komponisten mit weiterer dazu ausgewählter Musik, die eine enge Verbindung eingeht. Ein Vortrag und Vertiefung im Gespräch macht die Gedankenwelt des Komponisten lebendig. Danach ist noch einmal das zentrale Werk der Zeitlupe zu hören. Die Möglichkeit zur vertieften Wahrnehmung der Musik ist geschaffen – Musik in Zeitlupe.

Sprengel Museum Hannover | Kurt-Schwitters-Platz | 30169 Hannover
Eintritt:
10 € / 5 € (ermäßigt) / 3 € (Hannover AktivPass). Kartenreservierung vorab an der Kasse des Sprengel Museums Hannover möglich.