Benefiz-Konzert
Seit 20 Jahren hilft die AWD Stiftung Kinderhilfe kirgisischen Kindern mit Gesichtsfehlbildungen – gestern Abend trafen sich die Gründer und die hannoversche Prominenz zu einem Benefizkonzert von Hannovers Barockensemble Musica Alta Ripa.
Was kann sich schöner anfühlen, als Gutes zu tun und dafür mit einem herausragenden Kammerkonzert belohnt zu werden? Rund 80 Gäste, darunter Niedersachsens ehemaliger Ministerpräsident Ernst Albrecht, Honorarkonsulin Margarete Böhm, der Botschafter Kirgistans, Tolendy K. Makeyev, die Gründerin der Kinder-Stiftung, Bettina Maschmeyer und Professor Madjid Samii, trafen sich im Bahlsen-Stammhaus, um das Jubiläum der Stiftung zu feiern.
Foto: André Schrieber
Seit zwei Jahrzehnten hilft die Stiftung unter anderen Kindern im bitterarmen Kirgistan. Fast jeder Zweite lebt hier unter der Armutsgrenze. Unter der langjährigen medizinischen Leitung von Prof. Dr. Dr. Jarg-Erich Hausamen (ehemaliger Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der MHH) entsteht in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek im Nationalen Kinderkrankenhaus ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung von Kindern mit Gesichtsfehlbildungen, insbesondere mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten. Hier werden betroffenen Kinder nach europäischem Standard kostenlos behandelt werden.
Prof. Hausamen berichtete den versammelten Gästen von seinen mittlerweile 16 Reisen ins Kinderhospital Bischkek, wo er mit einem qualifizierten Ärzteteam – darunter auch seine eigene Tochter Wiebke, kostenlos die Kinder behandelt: „Jeden Wattebausch, jedes Medikament bringen wir aus Deutschland mit“, so der Chirurg, der wie alle anderen Experten auch, ehrenamtlich für die Stiftung arbeitet. Um die Einsätze fortsetzen zu können und das Zentrum weiter auszubauen, ist die Stiftung auf jede Hilfe angewiesen.
Auch das renommierte Ensemble Musica Alta Ripa hatte sein Kammerkonzert gestern Abend dem Hilfsprojekt gewidmet – und übergab den Verantwortlichen einen Scheck über 15.000 Euro für die gute Sache. „Wir sind glücklich, dass wir mit der Sprache der Musik ein wenig helfen können“, leitete Flötistin Danya Segal das Konzert mit Werken von Jean-Marie Leclair, Nicola Porpora und Francesco Mancini ein.
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